Das Martin-Luther-Gemeindezentrum in Oberaden ist Veranstaltungsort für fast alle Gruppen und Kreise der Gemeinde im Ortsteil Oberaden.
Hier finden auch regelmäßig – im Wechsel mit dem Haus der Mitte in Rünthe – die Sitzungen des Presbyteriums statt.
Es gibt unterschiedlich große Veranstaltungsräume.
Zudem befindet sich im Martin-Luther-Zentrum das Gemeindebüro und das Büro der Jugendreferentin.

Familienzentrum „mittendrin“
Am Römerberg 40
59192 Bergkamen-Oberaden

Tel.: 02306 8 03 04
Email: Zur Internetseite
Leitung: Bernd Bronheim

Ev. Familienzentrum „Arche Noah“
Kanalstr. 7

59192 Bergkamen – Rünthe

Tel.: 02389 53 71 96
Email:
Zur Internetseite
Leitung: Alexandra Bartosch

Der am Westenhellweg gelegene Heiler Friedhof ist der kleinste in unserer Gemeinde und vermittelt ebenso wie die Ortschaft Heil selbst einen dörflichen Charakter, was dazu führt, dass sich die Heiler Bevölkerung sehr verbunden fühlt mit „ihrem“ Friedhof.

Bedingt durch den Abbau von Sand rund um den Friedhof herum liegt dieser etwas erhöht, so dass man eine beeindruckende Aussicht auf die rund herum gelegenen Wiesen und Felder hat und auch im Norden die Lippe gut zu sehen ist.

Es sind hier die klassischen Erdbestattungen möglich, die auf teilweise sehr alten großen Familiengruften stattfinden, aber auch Urnenbestattungen, die gerade in der jüngeren Vergangenheit immer mehr in Anspruch genommen werden. Eine kleine Trauerhalle bietet die Möglichkeit, dass sich die Angehörigen zum letzten Abschied versammeln.

Der Friedhof liegt am südlichen Ortsrand von Oberaden und ist durch zwei Eingänge von der Mühlenstraße aus erreichbar. Er wurde 1920 gegründet und beeindruckt durch seinen parkähnlichen Charakter. Insbesondere der Ruhegarten hat das Aus- und Ansehen dieses Friedhofs entscheidend geprägt. Am westlichen Rand wird der Friedhof begrenzt durch eine Reihe alter Eichen, danach schließen sich weitläufige Wiesen an. Auf dem Friedhof befindet sich an zentraler Stelle, dem Ort der ehemaligen Trauerhalle, ein Pavillon, der die Möglichkeit zu einer würdevollen Trauerfeier bietet und zudem ein Glockenturm mit den historischen Glocken aus der weißen Kirche auf der Burg, der früher am Jochen-Klepper-Haus um Sundern stand und der in einer aufwändigen Aktion auf den Friedhof überführt und dort wieder aufgebaut wurde.

Die Bestattungsmöglichkeiten sind vielfältig. Es sind Gräber mit eigener Pflege oder mit Pflege durch den Friedhof möglich, jeweils als Erd- und Urnenbegräbnis, als Wahl- oder Reihengrab. Pflegefreie Gräber können als Rasengrab, als Baumbestattung oder auf dem Ruhegarten erworben werden. Die Kirchengemeinde ist bestrebt, jede pflegefreie Grabanlage mit besonderen Denkmalen zu akzentuieren.

Der am Ostenhellweg gelegene Friedhof hat zwei Eingänge und zieht sich über eine ziemlich weite Ost-West-Strecke hin. Er besteht aus zwei Teilen mit unterschiedlichem Höhen-Niveau, die durch die Bever getrennt sind. Bemerkenswert ist der teilweise alte und üppige Baumbestand und die Weitläufigkeit dieses Friedhofs.

Der Friedhof ist gut erreichbar und bietet dennoch eine landschaftlich reizvolle Aussicht auf die im Norden gelegenen Lippe-Auen.

Sehr stark nachgefragt werden die Möglichkeiten der Baumbestattung in der Nähe des Pavillons, unter dem Trauerfeiern abgehalten werden können. Natürlich bietet der Rünther Friedhof auch Möglichkeiten der klassischen Erdbestattung sowohl als normales Grab, dass von den Nutzungsberechtigten gepflegt wird als auch Formen der pflegefreien Bestattung.

Da der Rünther Friedhof älter als hundert Jahre ist, stehen auf ihm Gräber von ehemals namhaften  Familien, bei denen sich die Gemeinde um den Erhalt bemüht.

Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt der natürlichen Lebensräume, der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten und die genetische Vielfalt. Doch seit einigen Jahrzehnten vermindert sich weltweit die Biologische Vielfalt mit bedenklicher Geschwindigkeit: Natürliche Lebensräume werden zerstört und die Aussterberate von Tieren und Pflanzen ist heute um ein Vielfaches erhöht.

Die Biodiversität ist ein ganz besonderes Gut unserer Erde und für Menschen unverzichtbar. Natürliche Lebensräume und Arten versorgen uns mit Nahrung und Trinkwasser, liefern Fasern für Kleidung und Grundstoffe für Arzneien, bieten Schutz vor Stürmen und Überschwemmungen und regulieren das Klima. Ohne die Biodiversität und die Leistungen der Ökosysteme, die wir Menschen vielfältig nutzen, wären die Existenzgrundlage, die Gesundheit und das Wohlergehen in Gefahr. Der Verlust an Biodiversität ist neben dem Klimawandel eines der gravierendsten Umweltprobleme unserer Zeit.

 Friedhöfe sind nicht nur Orte der letzten Ruhe, sondern auch Oasen des Lebens und der Hoffnung. Sie unterliegen oft über Jahrhunderte hinweg derselben Nutzung. Alte Baumbestände, einheimische Hecken, Mauern und Steine, aber auch die Freiflächen und die liebevoll gestalteten Gräber bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Sie sind Rückzugsorte für Wildpflanzen, Insekten, Vögel und Fledermäuse und tragen dazu bei, die biologische Vielfalt zu erhalten. Diese Lebensräume können auch helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Eine artenreiche Wiese kann beispielsweise gegenüber einem Rasen viel mehr CO2 und Wasser speichern. Friedhöfe können somit zu Orten werden, die vom Leben erzählen und Hoffnung spenden – sowohl im christlichen als auch im weltlichen Sinn.

Natur braucht Platz – auf vielen Friedhöfen entsteht Platz. Der Wandel der Bestattungskultur – weg von großen Familiengrabstätten und Reihengräbern hin zu Urnengräbern – sorgt dafür, dass auf Brachflächen neue Lebensräume entstehen können.

Das Projekt „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden“ – kurz BiCK – fördert biologische Vielfalt auf Friedhöfen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), z. B. durch das Pflanzen insektenfreundlicher Stauden, Blumenzwiebeln oder einheimischer Bäume und Sträucher, durch das Aufstellen von Nisthilfen und Trinkstellen für Vögel und Insekten oder das Anlegen von Totholzstrukturen. Kirchengemeinden der EKvW werden bei der Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen mit Beratung und Finanzmitteln unterstützt. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität zu steigern. Friedhöfe sollen für alle Generationen als Orte des Lebens erfahrbar gemacht werden. Es werden Handlungsoptionen aufgezeigt, um aktiv etwas gegen das Artensterben zu tun und die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Mensch und Umwelt hervorzuheben. Hierzu werden Multiplikator*innen – die sogenannten „Schöpfungsbotschafter*innen“ – ausgebildet. Diese übernehmen eine zentrale Rolle in der Kommunikation und tragen die Botschaft des Projekts in die Gemeinden und darüber hinaus.

Vielleicht werden Sie einige Veränderungen bei Rundgängen über den Evangelischen Friedhof in Rünthe entdecken: Es wurden Nisthilfen für Insekten, Vögel oder Fledermäuse angebracht und eine Wildblumenwiese angelegt, die mehr als 30 verschiedene Blumen und Gräser beherbergt. Auf der sonnigen Seite der neu angelegten Trockenmauer entstand ein Sandarium, in dem viele Wildbienen, Käfer und andere Insekten ein zuhause finden. Für die Trockenmauer wurden Sandsteine aus einem lokalen Steinbruch in Dortmund aufgeschichtet und mit trockenliebenden heimischen Stauden bepflanzt. Die alte Lindenallee musste schon ein paar Verluste hinnehmen, jedoch wurde sie wieder ergänzt, damit der prägende Charakter erhalten bleibt. Abgängige Bäume, die eine Verkehrsgefährdung darstellen, bleiben als Stamm stehen, da bereits Höhlungen entstanden sind, die häufig als Wohnung für Spechte, Stare, Fledermäuse oder Eichhörnchen genutzt werden. Eine freiwachsende Hecke mit heimischen Vogel-Nährgehölzen wurde angepflanzt, hier dürfen sich die Vögel und Insekten gerne bedienen.

Die Totholzhecke aus aufgeschichteten Ästen und Zweigen hat einen doppelten Sinn: die heruntergefallenen Zweige brauchen nicht entsorgt zu werden und eine solche Totholzhecke bietet einen vielfältigen Lebensraum für Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse, Igel, Haselmäuse und andere Tiere profitieren vom Totholz. Sie bietet Unterschlupf, Futterquelle, Überwinterungsquartier für Igel und Erdkröte. Gerne darf jeder Besucher des Friedhofes Äste und Zweige aufsammeln und die angelegte Totholzhecke ergänzen.

Informationen auf Hinweistafeln sollen die Besucher informieren und animieren zuhause oder an anderen Orten selbst Maßnahmen zur Steigerung der biologischen Vielfalt umzusetzen.

Aber auch bei der Grabgestaltung kann etwas für die Artenvielfalt getan werden. Gräber gelten als ein besonderer Ort der Trauer und ein Ort der Erinnerung. Bei einem Gang über den Friedhof fällt aus ökologischer Sicht auf, dass bei der Grabgestaltung in der Regel größtenteils Zierpflanzen verwendet werden. Wer sich bei der Bepflanzung für insektenfreundliche Pflanzen entscheidet, wie z.B. Dost, Thymian, Knäuel-Glockenblume, Wiesen-Margarite, Wiesen-Salbei, Lavendel, Rosmarin, kann einen kleinen Beitrag leisten. Durch die richtige Pflanzenauswahl wird ein ganzjähriges Blütenangebot während der Vegetationsperiode von März bis Oktober gewährleistet. Gefüllte Blüten sind generell ungünstig für Insekten, da sie durch große auffällige Blüten Insekten anlocken, aber keinen Nektar und Pollen bilden.

Ideen und Anregungen für eine ökologische Grabgestaltung gibt eine Broschüre des BUND https://www.bund-niedersachsen.de/service/publikationen/detail/publication/ideen-und-anregungen-fuer-eine-wildbienenfreundliche-grabgestaltung/

Informationen über die Friedhöfe unserer Gemeinde erhalten Sie hier.

Angelika Molzahn